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20.11.2008
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Ausland
Anschlag auf Polizeischule in Algerien

Attentäter reißt Dutzende Menschen in den Tod

Zerstörte Polizeistation in Algerien (Foto: dpa) Großansicht des Bildes [Bildunterschrift: Immer wieder kommt es im Osten Algeriens zu Anschlägen. Hier eine zerstörte Polizeistation in Zemmouri al Bahri, Mitte August starben bei dem Attentat acht Menschen. ]
Bei einem Bombenanschlag in der algerischen Stadt Issers sind nach Angaben des Innenministeriums mindestens 43 Menschen getötet worden, 38 wurden verletzt. Der Anschlag im Osten des Landes wurde vermutlich von Islamisten verübt und galt offenbar einer Polizeischule. Der Attentäter fuhr mit einem mit Sprengstoff beladenem Auto gegen das Hauptgebäude der Schule. Bei den Toten solle es sich überwiegend um junge Männer handeln, die sich um eine Anstellung bei der Polizei bewarben und vor dem Gebäude warteten.

Nach dem Attentat reiste der algerische Innenminister Yazid Zerhouni nach Issers. Außerdem wurde die Stadt weiträumig abgeriegelt und der Verkehr gestoppt, berichtet das ARD-Studio Rabat. Die Region um die Stadt Issers gilt als Rückzugsgebiet der Terrororganisation Al Kaida im islamischen Maghreb (AQMI).

Bereits am vergangenen Sonntag hatte sich ein Anschlag im Osten des nordafrikanischen Landes ereignet. Dabei starben zwölf Menschen. Zwei Bomben seien beim Passieren eines Militärkonvois bei Skikda 350 Kilometer östlich von Algier explodiert, meldete der französische Rundfunk. Bei einem auf den Anschlag folgenden Schusswechsel seien vier der mutmaßlichen Islamisten getötet worden, hieß es.

Karte Issers Algerien

In den vergangenen Monaten gab es in der Region bereits vermehrt Attentate, darunter auch drei Selbstmordanschläge, bei denen zusammen sieben Menschen getötet und 57 weitere verletzt worden waren. Die Terrororganisation AQMI hatte sich zu zweien der Selbstmordanschläge bekannt.

Stand: 19.08.2008 14:57 Uhr
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