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Die anhaltende Kälte bringt die Schifffahrt auf weiteren Wasserwegen zum Erliegen. Aufgrund der zunehmenden Eisbildung werde im Tagesverlauf auch der Mittellandkanal gesperrt, sagte der Sprecher der Magdeburger Wasserschutzpolizei, Dietmar Bloch, dem Sender MDR Info.
Betroffen sei zunächst der Abschnitt von der Schleuse Hohenwarthe bis zur Schleuse Rothensee. Bis zum Abend werde dann auch der Abschnitt bis Sülfeld gesperrt. Die Eisdecke sei mittlerweile bis zu 20 Zentimeter dick. Damit sei Deutschlands längste künstliche Wasserstraße nicht mehr passierbar. Sie verbindet den Dortmund-Ems-Kanal mit der Elbe und dem Elbe-Havel-Kanal.
Auch die Elbe ist nur noch in Abschnitten befahrbar. Das Wasser- und Schifffahrtsamt Dresden teilte mit, bis Dienstagabend werde der Fluss nun auch von der tschechischen Grenze bis zur Saale wegen dicken Treibeises gesperrt. Alle Schiffe seien verpflichtet, bis dahin einen sicheren Hafen anzulaufen. Zwischen Magdeburg und Hamburg geht bereits seit dem Wochenende nichts mehr.
Bei Magdeburg fror in der Nacht ein Frachter in einem Verbindungskanal zur Elbe ein. Nach Angaben der Polizei hatte der Kapitän den Eisgang unterschätzt. Das Gütermotorschiff wurde mithilfe eines Eisbrechers befreit und dann wenige hundert Meter weiter in den Magdeburger Hafen geleitet.
Auch der Elbe-Havel-Kanal ist bereits gesperrt, ebenso wie die Schifffahrt auf dem Main zwischen Aschaffenburg und Bamberg. Aufgrund der kalten Witterung haben sich bis zu eineinhalb Meter dicke Eisschollen gebildet. Vor der Schleuse Freudenberg im Main-Tauber-Kreis ist bereits ein Lastschiff im Eis steckengeblieben. Eis behindert auch den Schiffsverkehr im Main-Donau-Kanal, der auf einer Länge von mehr als 100 Kilometern gesperrt ist. 32 Schiffe liegen derzeit dort fest.
Betroffen ist auch die Seeschifffahrt: Von heute an dürfen nur noch Schiffe, die mindestens 30 Zentimeter dickes Eis brechen können, die Häfen in Stralsund, Lubmin, Vierow, Ladebow und Wolgast ansteuern.
Besonders kalt war die vergangene nacht im Osten und Süden Deutschlands. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) hat in Ueckermünde im Nordosten Mecklenburg-Vorpommerns minus 28,7 Grad Celsius gemessen und damit eine neue Rekordtemperatur in diesem Winter. Die Messstation in Oberstdorf im Oberallgäu meldete demnach einen Minuswert von 28,1 Grad, und in Karlshagen auf der Insel Usedom wurden immerhin minus 24,8 Grad gemessen. Der Wetterdienst meteomedia registrierte sogar noch tiefere Temperaturen. Die Messstation Funtensee in Bayern zeigte demnach minus 37,7 Grad an, und im sächsischen Morgenröthe-Rautenkranz wurden minus 29,3 Grad gemessen.
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