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[Bildunterschrift: Franz Müntefering vergangenen Oktober auf dem SPD-Parteitag in Hamburg ]
Anfang September wird der frühere SPD-Chef Franz Müntefering im bayerischen Wahlkampf reden. Müntefering habe in der vergangenen Woche angerufen und seine Unterstützung angeboten, so der Spitzenkandidat der bayerischen SPD, Franz Maget. "Das Angebot habe ich selbstverständlich angenommen", so Maget weiter. Der genaue Termin stehe aber noch nicht fest.
Maget betonte seine Wertschätzung für Müntefering. "Manche Menschen brauchen kein Amt, um Einfluss zu haben", sagte der bayerische SPD-Fraktionschef. Für Müntefering gelte dies "aufgrund seiner politischen Lebensleistung".
Wie Maget betonten auch weitere SPD-Politiker, dass Müntefering kein Amt brauche, um sich wieder stärker um die Partei zu kümmern. In Berlin wird derzeit über eine mögliche Rückkehr Münteferings auf die bundespolitische Bühne spekuliert. Dieser hatte 2007 mit Ausnahme des Bundestagsmandats alle politischen Ämter aufgegeben, um seine kranke Frau zu pflegen. Sie starb Ende Juli.
[Bildunterschrift: Warnt vor überhöhten Erwartungen an Müntefering: Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse (SPD) ]
Bundestagsvizepräsident Wolfgang Thierse warnte unterdessen vor überhöhten Erwartungen an ein politisches Comeback Münteferings. Zudem habe Müntefering seine Arbeit als Bundestagsabgeordneter nie unterbrochen, so der SPD-Politiker. Müntefering sei in den vergangenen Monaten immer auch in Berlin gewesen, habe an Fraktionssitzungen teilgenommen und viele Gespräche geführt. Thierse bezeichnete Müntefering gleichwohl als "sehr wichtigen SPD-Politiker", welcher der Partei mit seinen Erfahrungen helfen könne.
[Bildunterschrift: Sieht Müntefering als "Integration an sich": Klaus Uwe Benneter. ]
Der frühere SPD-Generalsekretär Klaus Uwe Benneter sagte, Müntefering könne der SPD gerade in schwierigen Situationen helfen. Dafür brauche dieser kein Amt. Er sei "als Person Integration an sich", betonte Benneter, der Müntefering zugleich als "Mutmacher" für die Partei bezeichnete. Bundesjustizministerin Brigitte Zypries (SPD) sagte: "Ich habe immer gern mit Franz Müntefering zusammengearbeitet, wüsste aber nicht, dass im Moment ein Job zu vergeben wäre."