Zur Haupt-Navigation der ARD.
Zum Inhalt.
Sie gehörten zu den schlimmsten Outlaws des Wilden Westens, auf ihre Taten stand einst die Todesstrafe: Die Viehdiebe waren der Schrecken ihrer Zeit. Auch heute schlagen die "Cattle Rustlers" noch in Amerika zu. Doch statt Kopfgeldjägern und Sheriffs müssen sie im Digitalzeitalter andere Gefahren fürchten.
Von Wulf Rohwedder, tagesschau.de
Ed Harvey Davis aus Auburndale im US-Bundestaat Florida war verzweifelt: Schon wieder waren zwölf seiner edlen Herefordrinder spurlos verschwunden, seine Existenz als Rinderzüchter gefährdet. Doch diesmal hatte der Landwirt Glück. Die Viehdiebe fuhren mit ihrer Beute über eine rote Ampel - und die wurde mit einer Verkehrskamera überwacht, die gestochen scharfe Bilder von den verladenen Zuchtrindern machte.
Obwohl die Nummernschilder des Viehanhängers gestohlen waren, konnte Sheriff Grady Judd und seine Einheit landwirtschaftlicher Sonderermittler - ja, die gibt es wirklich - den Inhaber ausfindig machen. Der hatte die Rinder inzwischen auf einer Auktion verkauft, war dabei allerdings erneut von einer Überwachungskamera aufgenommen worden.
Auch sein Komplize war schnell gefasst: Dieser hatte den Scheck für die gestohlenen Rinder bei einer Bank eingezahlt und war dabei - wir ahnen es bereits - digital verewigt worden.
Nun harren die beiden Viehdiebe im Gefängnis von Polk County ihrer Verurteilung. Rumpsteak sollten sie dort jedoch nicht erwarten, sagte Sheriff Judd dem Sender WTSP. Bauer Davis freute sich jedenfalls über den Ausgang - und sang ein seltenes Loblieb auf die Blitzerampel: Das sei doch mal gut angelegtes Steuergeld, befand er.
Die Landesrundfunkanstalten der ARD: BR, HR, MDR, NDR, Radio Bremen, RBB, SR, SWR, WDR,
Weitere Einrichtungen und Kooperationen: ARD Digital, ARTE, PHOENIX, 3sat, KI.KA, DLF/ DKultur, DW